WANDA SM

Österreich 2003
Stadtplan Kiel

Regie:Irene Andessner
Darsteller: Irene Andessner

Länge: 40 Minuten
Altersfreigabe: ab 18 J.

Für Graz 2003 Kulturhauptstadt Europas rückt Irene Andessner die erste Ehefrau Sacher-Masochs ins Blickfeld: Wanda von Sacher-Masoch, geborene Angelica Aurora Rümelin (1845 – vermutl. 1908), verkörperte für ihren Mann die grausame Wanda aus dessen Roman „Venus im Pelz“. In der dramaturgischen Gestaltung der Figur folgt Andessner Wanda von Sacher-Masochs „Lebensbeichte“ (1906), der Replik des Sacher-Masoch-Sekretärs Carl Felix von Schlichtegroll („Wanda ohne Maske und Pelz“, 1906), sowie den Tagebüchern und Briefen der Sacher-Masochs.
Ihre Videoinstallation im Dom im Berg (einer 560 qm großen Kuppelhalle) hat Irene Andessner mit mehreren Performances vorbereitet. Als Locations dienten unter anderem die Unterbühne des Wiener Raimundtheaters, die Schaufenster eines Brautmodengeschäftes, der Tizian-Saal des Kunsthistorischen Museums Wien, eine Eishockeyhalle.
Es entstanden die Szenenblöcke „Der Vertrag“, „Das Idealbild“, „Die Rolle“, „Die Macht“, die über vier Videobeamer synchron und rhythmisch wechselnd auf drei Wände projiziert werden.
Auf der vierten Wand, die aus 64 Monitoren besteht, ist der – später vom Zeichner Rudolf Niederle abgelöste – polnische Maler Piotr Dluzniewskivia Webcam in der Rolle des Gregor zu beobachten, während er im ehemaligen Verlies im Glockenturm des Schlossbergs Fetischzeichnungen im Auftrag seiner „Herrin“ Andessner macht.

Die Installation wurde im Jahr 2007 vom
Museum für zeitgenössische Kunst "CAC" in Malaga (Spanien) gekauft.






Das Buch "Wanda von Sacher-Masoch - Meine Lebensbeichte" wurde mit Fotos der Performance von Irene Andessner illustriert (auch der Buchtitel).
Wir werden Exemplare dieses Buches für 25 € am 20.11.08 zum Kauf im Kino anbieten.


Die mehrteilige Projekt "I. M. Dietrich" im Jahr 2001
beinhaltete auch die Performance "Bondage",
wo Irene Andessner Marlene Dietrich im Frack verkörpert.
Ein Mann nach dem anderen soll ihr den Schlips binden.
Sie raucht dabei, weist die Männer zu recht.
Für die Männer gibt es kein kein Lob, kein "Bitte", kein "Danke".
Die Performance markiert den Übergang zu "Wanda SM" und wird bereits 2001 unter der Überschrift "Wanda SM" angekündigt.

Das Buch I AM können wir nur unbedingt empfehlen!


I. M. Dietrich

Artikel




Links:

Europäische Kulturhauptstadt 2003 Graz

Irene Andessner Offizielle Webseite

Irene Andessner Official Website

Irene Andessner Wikipedia

Buch Irene Andessner "I am"

Buch Irene Andessner "I am"

Eikon

Wiener Frauen


Installation mit vier Monitoren, die gleichzeitig laufen.
Auch durch diese Form der Präsentation will die Künstlerin einen Bezug zum Thema Masochismus schaffen: Der Zuschauer hat zu keinem Zeitpunkt einen vollständigen Überblick - leidet.

Traum-Kino 2:
Do. 20.11.2008 um 17.45 Uhr

Im Vorprogramm sind drei Kurzfilme zu sehen:
AUS DER MAPPE DER HUNDIGKEIT(1969) mit Peter Weibel, einem Organisator
des Sacher-Masoch-Festivals in Graz 2003 und heute Professor in Karlsruhe (ZKM).
ReAction von Caroline Koebel
LE FANTOME DU DESIR von Michèle Larue

Eintritt: 7,- €









FETISCH FILM FESTIVAL

 

   

 
 
 
 
 

REACTION
 
 
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