24/7 THE PASSION OF LIFE 
Deutschland 2005
Regie: Roland Reber
Darsteller: Marina Anna Eich, Mira Gittner
Musik: Mozart, Edelmayer, Schubert
Länge: 115 Minuten
Altersfreigabe: ab 18 J.

Eva, Tochter aus gutem Hause, und Magdalena, eine Soziologin, die nebenbei als Herrin “Lady Maria” in ihrem Studio arbeitet, begegnen sich zufällig bei einer Motorradpanne. Von der bizarren Welt der „Lady Maria“ fasziniert, begibt sich Eva auf die Suche nach Ihrer eigenen Sexualität. Sie beginnt eine Odyssee durch die verborgenen Orte der Lust – Domina Studio, Swingerclub, Stripteasebar - und trifft dabei auf in sich selbst zerrissenen Gestalten, wie zum Beispiel Dominik, der das Leben und Leiden Jesu nachempfinden möchte, einen alten Transvestiten oder Mike, der sich Eva als unverbindlicher Reiseleiter der Lust vorstellt und sich dann doch unsterblich in sie verliebt und darunter leidet.
Eine poetische Studie über Obsession und Einsamkeit, über die geheime Lust und öffentliche Moral: 24 Stunden am Tag - 7 Tage die Woche.
24/7 THE PASSION OF LIFE setzt das Geschehen im Domina-Studio in Beziehung zu Religion: Anbetung, Schuldgefühle durch Gefühle des Nichtgenügens, Strafe als Akt der Vergebung. Neben der Darstellung von Praktiken im Herrin-Sklave-Spiel gibt es emotionale Momente, die darüber hinaus gehen: Tröstendes, Geborgenheit. Ansatzweise ist auch ein "miteinander darüber reden" enthalten. Mit seiner philosophischen Tiefe ist 24/7 THE PASSION OF LIFE trotz produktionstechnischer Schwächen ein besonderer Film voll inhaltlicher Substanz.
Das SM-Szene-Magazin "Schlagzeilen" schreibt:
24/7 - The Passion of Life
"Der wohl erste deutsche Spielfilm, der sich die Mühe macht SM so zu zeigen,
wie es ist. Wobei es allerdings allerdings kein reiner SM-Film ist. Sondern
ein Film über den Umgang der Gesellschaft mit Sexualität an sich. Ein Film
über Religion und Doppelmoral.
Die wohlbehütet aufgewachsene Hotelierstochter Eva lernt bei einer
Motorradpanne die Domina Lady Maria kennen und stellt fest, dass ihr in ihrem
Leben etwas fehlt. In ihrer heilen Welt gibt es alles, außer Sex, Lust und
Erotik. Mit Marias Hilfe macht sie sich auf die Suche nach ihrer erotischen
Identität. Eine Suche, die sie an jene (Un-)Orte führt, von denen alle so
tun, als ob sie nicht existierten, und die es doch in jeder Stadt gibt:
SM-Studio, Swingerclub, Stripteasebar. Und eine Suche, die sie in Konflikt
mit der Normierung und Doppelmoral der Gesellschaft bringt.
Dabei wird SM nicht als etwas außerhalb Stehendes, Perverses dargestellt,
sondern als natürlicher Teil des Spektrums der Sexualität.
Dass SM dabei so authentisch und natürlich dargestellt wird, liegt daran,
dass das Filmteam im Vorfeld massiv gut recherchiert hat. Dabei haben sie
nicht nur gelesen und Leute befragt, sondern auch ausprobiert. So hat
beispielsweise Mira Gittner, die die Domina Maria spielt, vorher eine halbe
Woche lang im SM-Studio als Zweitdomina in Sessions assistiert. Und für
bekennende nicht SMer haben sie verdammt viel kapiert.
Vieles im Film wirkt auch deshalb echt, weil es schlicht und ergreifend echt
ist. So sind die Nebenrollen weitgehend mit echten SMern, Swingern und
Stripperinnen besetzt, die sich einfach selber spielen.
Und auch das Studio und der Swingerclub sind echt."
Die vollständige Kritik befindet sich zur Zeit auf dieser Webseite

Offizielle Webseite
IMDB
Fotos von der Kiel-Premiere
Im Traum-Kino
Freitag 24.07.2009 um 20.00 Uhr

"24/7 The Passion of Life"
von Roland Reber wurde auf den 39. Internationalen Hofer Filmtage erstaufgeführt. Nach allen Vorführungen entwickelten sich aus den Fragen zum Film angeregte und engagiert geführte Diskussionen, die im Presseheft online nachlesbar sind.
Hier einige Reaktionen:
"Im Dreieck „Identität – Sexualität – Religiosität“ tastet sich Roland Rebers '24/7 The Passion of Life' an Wesensmerkmale menschlichen Lebens heran. Wer dem Film auf seiner Reise durch S/M-Studio und Swingerclub folgt, erlebt in ausdrucksstarken Bildern Abgründe wie Höhenflüge von Menschen, die auf der Suche nach sich selbst, ihrer Körperlichkeit und ihrem Gott sind.“ (Christian Herz,Dipl. Theologe)
"Der Film bemüht sich um einen ehrlichen Einblick in die Schattenseite der
deutschen Seele ohne diese ironisch wegzubügeln. Die Körper werden zu einem
Hort schmerzhafter Erinnerung. Besonder gut hat mir die Rolle Elfriede mit
ihrer Kriegsgefangenerinnerung gefallen."
(Dr. Andreas Rost, Förderung Kunst und Kultur, Kulturreferat München)
"Regisseur Roland Reber setzt auf poetische Bilder und begibt sich mit der Kamera auf die Suche nach der „sexuellen Wahrheit“...Ein Film, der zum Nachdenken anregt... In den Hauptrollen glänzen Mira Gittner und Marina Anna Eich. Ihr intensives Spiel ist mit einer der Gründe, warum „24/7 The Passion of Life“ nie an seiner provokanten Poesie verliert... „24/7- The Passion of Life“ ist ein wahrer Independent Film, der durch seine provokante Thematik polarisieren wird. Eine poetische Odyssee durch Lust und Leidenschaft, zwischen Perversion und Konvention."
(Alina Bacher)

Für die DVD mit Bonusmaterial gibt es diese Webseite http://www.secret24-7.de/
Die DVD ist im Handel bestellbar
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